NÖ-Äbte berieten über Pfarrseelsorge und Pfarrstrukturen
16.10.202609:15
(zuletzt bearbeitet am 16.10.2026 um 11:36 Uhr)
Österreich/Kirche/Orden/Äbtekonferenz
Niederösterreichische Äbtekonferenz tagte im Stift Klosterneuburg
Wien, 16.10.2026 (KAP) Mit Fragen der Pfarrseelsorge und der Pfarrstrukturen und den damit verbundenen Herausforderungen für die Klöster beschäftigte sich die Niederösterreichische Äbtekonferenz bei ihrer jüngsten Sitzung im Stift Klosterneuburg. Die Äbtekonferenz dient dem Austausch und der Abstimmung gemeinsamer Anliegen der niederösterreichischen Klöster und Stifte. Die Äbte und Pröpste tagten erstmals unter dem Vorsitz von Propst Anton Höslinger.
Die Niederösterreichische Äbtekonferenz ist ein Zusammenschluss der Pröpste, Äbte, bzw. Oberen der Stifte Klosterneuburg und Herzogenburg (Augustiner Chorherren), Geras (Prämonstratenser), Altenburg, Göttweig, Melk und Seitenstetten, des Schottenstiftes (Wien) und des Klosters Maria Roggendorf (alle Benediktiner), sowie der Stifte Heiligenkreuz, Lilienfeld und Zwettl (Zisterzienser). Es vertritt die Belange und Interessen der Klöster in Niederösterreich und Wien.
Propst Höslinger war im Juni 2026 zum Vorsitzenden der Äbtekonferenz gewählt worden. Er folgte auf den emeritierten Abt Georg Wilfinger vom Stift Melk, der diese Funktion 18 Jahre lang ausgeübt hatte. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Propst Petrus Stockinger vom Stift Herzogenburg gewählt.
KI und Digitalisierung in Archiven und Bibliotheken
Im Anschluss an die Sitzung präsentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forschungsstelle, des Archivs und der Bibliothek des Stiftes Klosterneuburg ausgewählte Ergebnisse aus laufenden und kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekten und Kooperationen. Dabei wurde die Bedeutung der Digitalisierung sowie der Entwicklung und Erprobung neuer Methoden für die wissenschaftliche Arbeit hervorgehoben. Auch KI-gestützte Anwendungen eröffneten neue Möglichkeiten, Daten aufzubereiten und für die Forschung nutzbar zu machen, hieß es in einer Aussendung.
An die Präsentation schloss sich das traditionelle Mittagessen mit Niederösterreichs Altlandeshauptmann Erwin Pröll und seiner Gattin Elisabeth mit den Äbten an. Pröll hatte während seiner Amtszeit die Tradition begründet, einmal jährlich gemeinsam mit seiner Frau die niederösterreichischen Äbte zu einem Mittagessen in einem jeweils anderen Stift zu treffen. Diesen Brauch führt er auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt fort.