Spanien Fußballweltmeister: Bischöfe gratulieren der "Furia Roja"
20.07.202609:52
Spanien/Fußball/Kirche/Glaube/Sport
Bischofskonferenz jubelt über "Spiel unseres Lebens" - Würdigung für Glaubenszeugnis von Trainer de la Fuente
Madrid, 20.07.2026 (KAP) Nach Spaniens Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat die katholische Kirche des Landes ihrer Nationalmannschaft und Trainer Luis de la Fuente Glückwünsche ausgesprochen. "Es war das Spiel unseres Lebens. Es ist der zweite Stern. Es wird für immer in Erinnerung bleiben. BRAVO, SPANIEN!", schrieb die Spanische Bischofskonferenz unmittelbar nach dem Finalspiel gegen Argentinien in der Nacht auf Montag Mitteleuropäischer Zeit.
Spanien hatte sich in der Nacht auf Montag mitteleuropäischer Zeit im Finale im MetLife Stadium im US-Bundesstaat New Jersey den zweiten WM-Titel seiner Geschichte gesichert. Die immer wieder auch als "Furia Roja" bezeichnete Mannschaft setzte sich nach einer über weite Strecken dominanten Vorstellung mit 1:0 nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Argentinien durch. Den entscheidenden Treffer erzielte der eingewechselte Ferran Torres in der 106. Minute. Die Südamerikaner spielten die Verlängerung nach einer Gelb-Roten Karte gegen Enzo Fernández in Unterzahl und blieben gegen die spielbestimmenden Spanier weitgehend ohne Torchancen.
Lob für christliches Glaubenszeugnis
Die Bischofskonferenz würdigte in ihrem Posting zudem den Nationaltrainer und dessen öffentliches Zeugnis für den christlichen Glauben. Ein Bildtext griff dabei eine frühere Aussage von de la Fuente auf, wonach ihm ein konsequent gelebter Glaube Sicherheit bei Entscheidungen "im Fußball und im Leben" gebe.
Auch einzelne Bischöfe und Diözesen würdigten den Erfolg der Auswahl und erinnerten teilweise ebenfalls an die Haltung des Nationaltrainers und mehrerer Spieler. Der Erzbischof von Sevilla, José Ángel Sáiz Meneses, dankte der Mannschaft für die Freude, die sie dem Land bereitet habe. Zugleich hob er hervor, dass Trainer Luis de la Fuente und mehrere Nationalspieler ihren christlichen Glauben "natürlich und ohne Scheu" lebten und öffentlich bekannten.
Auch der Erzbischof von Granada, José María Gil Tamayo, gratulierte der Mannschaft und verband den WM-Erfolg mit einem Dank an Gott. Weitere Glückwünsche kamen unter anderem von der Militärerzdiözese und der Diözese Mondoñedo-Ferrol.
Glauben auch öffentlich leben
Luis de la Fuente zählt zu den wenigen prominenten Fußballtrainern Spaniens, die ihren katholischen Glauben regelmäßig öffentlich thematisieren. Der Nationaltrainer wirbt dabei für einen selbstverständlichen und respektvollen Umgang mit religiösen Überzeugungen. Wie andere Weltanschauungen müsse auch der christliche Glaube ohne Vorbehalte öffentlich gelebt und ausgesprochen werden können, erklärte er in mehreren Interviews während der WM. Er habe den Eindruck, dass sich inzwischen wieder mehr Menschen trauten, offen zu ihrem religiösen Bekenntnis zu stehen.
Doch auch der Torschütze Ferran Torres bekennt sich offen zum katholischen Glauben. Der Stürmer des FC Barcelona sagte nach dem Finale, der Treffer sei für ihn zweitrangig. Entscheidend sei, den WM-Pokal für die Menschen in Spanien gewonnen zu haben. Zugleich dankte er Gott für die Kraft, trotz der Kritik an seinen Leistungen während des Turniers weiterzumachen. "Gott gibt die Dinge dem, der sie am meisten verdient", sagte Torres.
Bereits wenige Tage vor dem Endspiel hatte der Angreifer in einem Interview die Bedeutung seines Glaubens hervorgehoben. Das Kreuz und eine Marienmedaille gäben ihm Halt, erklärte der Nationalspieler. Nach seinem Siegtreffer gegen Argentinien wurde der 26-Jährige zum Spieler des Endspiels gewählt.