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Kölner Hochschule für Katholische Theologie braucht neue Leitung

11.07.2026 16:50
Deutschland/Kirche/Hochschule/Personal/Theologie
Um die Kölner Hochschule für Katholische Theologie gibt es seit Jahren Streit zwischen der Kirche und dem Land Nordrhein-Westfalen. Die Leitung der KHKT wird nun neu aufgestellt.
Köln, 11.07.2026 (KAP/KNA) Die Leitung der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) wird neu aufgestellt. Zum Ende des Sommersemesters am 30. September läuft die Amtszeit von Rektor Christoph Ohly ab, der für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung steht, wie die Trägerstiftung der KHKT mitteilte.

Darüber hinaus werde Dominik Heringer seine Übergangstätigkeit als Geschäftsführer der KHKT gGmbH beenden. Nina Jungblut scheidet den Angaben zufolge ebenfalls zum Ende des Sommersemesters aus dem Amt der Kanzlerin. Eine vom Senat und dem Träger laut Satzung zusammengesetzte Findungskommission werde zeitnah aktiv.

Das kirchliche Kölner Internetportal domradio.de berichtete am Samstag über den personellen Umbruch. Im April war bekanntgeworden, dass der Sozialethiker Elmar Nass seine Professur für Christliche Sozialwissenschaften und gesellschaftlichen Dialog an der KHKT zum Ende des Sommersemesters aufgibt. Nass hatte gesagt, er habe sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, sich wieder mehr auch anderen priesterlichen Aufgaben zuzuwenden.

Streit um die Hochschule

Um die KHKT gibt es seit Jahren Streit zwischen der Kirche und dem Land Nordrhein-Westfalen. Die Erzdiözese hatte die Hochschule 2020 auf Initiative des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki von den Steyler Missionaren übernommen. Seither studieren dort auch angehende Priester Theologie. Kritiker werfen Woelki vor, mit der KHKT ein konservatives Gegengewicht zur Katholisch-Theologischen Fakultät an der Universität Bonn schaffen zu wollen.

Die Landesregierung pocht darauf, dass allein die Bonner Universität Ausbildungsstätte für Priester der Erzdiözese ist. Vatikan und Landesregierung hatten eine Kommission eingerichtet, um den Konflikt beizulegen.

Woelki würdigt Rektor

Woelki würdigte in der Mitteilung jetzt den scheidenden Gründungsrektor Ohly. Er habe die Hochschule unter anderem mit "großer Loyalität gegenüber Auftrag und Träger aufgebaut". Unter seiner Leitung habe sich eine eigenständige und profilierte Hochschule in der theologischen Bildungslandschaft etabliert.

Ohly wird den Angaben zufolge künftig verstärkt seine Lehr- und Forschungstätigkeit an der KHKT als Lehrstuhlinhaber für Kirchenrecht, Religionsrecht und kirchliche Rechtsgeschichte fortsetzen. Heringer, seit 2024 übergangsweise als KHKT-Geschäftsführer tätig, kehre vollständig in seine ursprüngliche Aufgabe als Hochschullehrer zurück und habe seinen kirchengeschichtlichen Lehrstuhl unverändert inne. Jungblut habe ihre Promotion sowie ihr Lizentiat im kanonischen Recht abgeschlossen und lege vor diesem Hintergrund ihr Amt als Kanzlerin nieder.

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