Erzbischof Lackner feiert 70er in steirischer Heimatpfarre
11.07.202616:41
Österreich/Kirche/Lackner
Dankfeier im oststeirischen St. Anna/Aigen, wo es im Ort bald einen "Erzbischof-Franz-Lackner-Platz" geben wird
Graz, 11.07.2026 (KAP) Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner hat seinen bevorstehenden 70. Geburtstag in seiner steirischen Heimatpfarre St. Anna/Aigen mit einem Festgottesdienst vorgefeiert. Sichtlich gerührt zeigte sich der gebürtige Steirer über die Feier und die zahlreichen Gratulanten und sagte: "Ich danke Gott, dass er mich erschaffen hat, denn das Leben ist eine göttliche Gabe, ein Geschenk und nicht selbstverständlich." Er, Lackner, danke Gott, "dass er mich hier erschaffen hat, in diesem steirischen Bethlehem". Einmal mehr plädierte der Vorsitzende der Bischofskonferenz: "Geben wir Gott eine Chance in dieser schwierigen Zeit."
Der steirische Bischof Wilhelm Krautwaschl verwies in seiner Laudatio auf Erzbischof Lackners kirchliches Idol: "Bei den Feiern rund um Deinen Geburtstag wird sicher deutlich, wie sehr Gott mit Dir unterwegs war und nach wie vor ist. Was kein Wunder ist bei einem 'Fan' und franziskanischem Nachfolger von Johannes Duns Scotus, der als höchstes Gut benannte, Gott zu lieben. Wer dies wie Du macht, darf sich Gottes Begleitung sicher sein." Der Grazer Bischof wünschte dem Jubilar viele segensreiche weitere Jahre und überreichte dem bekennenden Sturm-Fan Lackner zusammen mit Sturm-Präsident Christian Jauk ein Sturm-Trainingsoutfit.
Der emeritierte steirische Diözesanbischof Egon Kapellari wandet sich per Brief an den Jubilar: "Ich gratuliere von Herzen, weil unsere Lebenswege auf besondere Weise verbunden, ja verschränkt sind", so der Bischof, der Franz Lackner 2002 zum Auxiliarbischof weihte. Den guten Wünschen schloss sich der steirische Weihbischof Johannes Freitag an: "Ich danke Erzbischof Franz, dass er seinen Wurzeln treu geblieben ist und den Menschen auf Augenhöhe und mit menschlichem Respekt begegnet - unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Stand oder ihrer Bedeutung. Für die nächsten Lebensjahre wünsche ich ihm Pax et Bonum (Frieden und Gutes)."
Die Freude der Marktgemeinde St. Anna über ihren bischöflichen Ehrenbürger offenbarte sich in einem besonderen Geschenk: Ein neuer Platz mitten im Ort wird demnächst "Erzbischof-Franz-Lackner-Platz" heißen, verbunden mit der Hoffnung, dass der Gewürdigte diesen Platz 2027 selbst einweihen wird.
Erzbischof Franz Lackner
Franz Lackner wurde am 14. Juli 1956 als Anton Lackner in Feldbach geboren und stammt aus dem südoststeirischen Dorf St. Anna am Aigen. Lackner wuchs in kleinbäuerlichen Verhältnissen auf und begann nach der Pflichtschule eine Lehre als Elektriker. Er trat 1979 in das Aufbaugymnasium Horn ein. 1984 folgte der Eintritt in den Franziskanerorden. Er nahm den Ordensnamen seines Ordensgründers (Franz von Assisi) an und legte 1989 als Franz Lackner die Ewige Profess ab. 1991 wurde er zum Priester geweiht. Nach dem Doktorat an der päpstlichen Universität Antonianium des Franziskanerordens in Rom unterrichtete der Steirer dort Metaphysik, bis er 1999 zum Provinzial der Franziskanerprovinz von Wien berufen wurde. Im selben Jahr erfolgte der Lehrauftrag in Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Heiligenkreuz.
Im Oktober 2002 wurde Franz Lackner zum Weihbischof der Diözese Graz-Seckau ernannt und am 8. Dezember 2002 zum Bischof geweiht. Sein Wahlspruch lautet: "Illum oportet crescere - Er [Christus] muss wachsen" (Joh. 3, 30). Am 10. November 2013 wählte das Dom- und Metropolitankapitel zu Salzburg Franz Lackner zum Erzbischof von Salzburg. Papst Franziskus bestätigte die Wahl am 18. November 2013. Am 12. Jänner 2014 übergab der emeritierte Erzbischof Alois Kothgasser bei der Amtseinführung im Salzburger Dom den Hirtenstab an seinen Nachfolger. Seit 2020 ist Lackner Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz und wurde im Juni 2026 wiedergewählt.